Fazit: Je digitaler die Welt wird, desto wichtiger wird der Mensch dahinter
Vielleicht wird die Entscheidung für einen Webdesigner oder eine Agentur in Zukunft sogar schwieriger.
Denn technisch gute Websites werden einfacher zu erstellen sein. KI wird bessere Texte schreiben, Designs entwickeln, Daten analysieren und immer mehr Aufgaben übernehmen, für die heute noch Spezialisten benötigt werden.
Das ist eine gute Entwicklung.
Denn Unternehmen müssen künftig weniger Geld dafür ausgeben, dass jemand Dinge produziert, die sich weitgehend automatisieren lassen.
Umso wichtiger wird aber eine andere Frage:
Wer hilft Ihnen dabei, die richtigen Entscheidungen zu treffen?
Die eigentliche Leistung beginnt beim Verstehen
Eine Website kann technisch perfekt sein und trotzdem nicht funktionieren.
Sie kann hervorragend aussehen und trotzdem die falschen Kunden ansprechen.
Sie kann bei Google sichtbar sein und trotzdem kaum relevante Anfragen erzeugen.
Deshalb glaube ich, dass sich der Wert digitaler Dienstleistungen gerade verschiebt.
Weg von der reinen Produktion.
Hin zu Verständnis, Einordnung und Verantwortung.
Jemand muss verstehen, was Ihr Unternehmen besonders macht. Er muss erkennen, welche Kunden Sie erreichen möchten. Er sollte Daten nicht nur sammeln, sondern interpretieren können. Und er sollte bereit sein, seine Empfehlungen daran zu messen, was sie für Ihr Unternehmen tatsächlich bewirken.
Vielleicht brauchen Sie gar keine Agentur – aber auch nicht einfach irgendeinen Freelancer
Die Frage „Agentur oder Freelancer?“ greift deshalb aus meiner Sicht zu kurz.
Eine große Agentur kann für Ihr Projekt genau die richtige Wahl sein. Ein einzelner Webdesigner ebenfalls.
Entscheidender ist die Art der Zusammenarbeit.
- Haben Sie einen festen Ansprechpartner?
- Versteht dieser Mensch Ihr Geschäftsmodell?
- Kann er Strategie und Umsetzung miteinander verbinden?
- Interessiert er sich auch dafür, was nach dem Launch passiert?
Und können Sie ihn anrufen, wenn Sie selbst noch gar nicht wissen, welche Maßnahme die richtige ist?
Wenn Sie diese Fragen mit Ja beantworten können, spielt die Größe des Unternehmens hinter Ihrem Ansprechpartner plötzlich eine wesentlich kleinere Rolle.
Das Partner-Prinzip: Nicht möglichst lange gebunden, sondern möglichst lange gut beraten
Für mich bringt das Partner-Prinzip diese Haltung auf den Punkt.
Eine gute Zusammenarbeit sollte nicht durch lange Vertragslaufzeiten zusammengehalten werden.
Sie sollte bestehen bleiben, weil sie für beide Seiten funktioniert.
Weil Wissen entstanden ist.
Weil Entscheidungen schneller getroffen werden können.
Weil jemand die Geschichte hinter Ihrer Website kennt.
Und weil Sie wissen, wen Sie anrufen können, wenn sich etwas verändert.
Vielleicht ist genau das in einer zunehmend automatisierten Welt der eigentliche Luxus:
nicht noch mehr digitale Dienstleister zu haben, sondern einen Menschen, der Ihr Unternehmen wirklich kennt.
Wenn Sie also das nächste Mal eine neue Website planen, würde ich nicht nur fragen:
„Wer kann mir diese Website erstellen?“
Ich würde noch eine zweite Frage stellen:
„Mit wem möchte ich in zwei Jahren noch über die Weiterentwicklung meines Unternehmens sprechen?“
Denn die beste Website entsteht vielleicht nicht durch das größte Team.
Sondern durch jemanden, der lange genug zuhört, um zu verstehen, was Ihr Unternehmen wirklich braucht.